Ernährungsberatung
 

Folgende ernährungsbedingte „Zivilisationskrankheiten“ sind seit Jahren im Vormarsch:

  • Adipositas (Übergewicht, Fettleibigkeit)

  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

  • Fettstoffwechselstörungen (Cholesterin und andere)

  • Gicht

  • Obstipation (Verstopfung)

  • Arteriosklerose (Verkalkung der Arterien)

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Allergien

  • Vitaminmangelerscheinungen

Unsere heutige Konsumgesellschaft, fördert in einem nicht unbeträchtlichen Ausmaß diese Entwicklung. Fast sämtliche Lebensmittel, sind das ganze Jahr über im Supermarkt, in einer großen Auswahl vorhanden. Billige Lebensmittel werden eben auch dementsprechend günstig produziert. Massentierhaltung, mit nicht artgerechter Fütterung, häufige Antibiotikagaben, keinen entsprechenden Auslauf, beziehungsloser Umgang mit dem Lebewesen Tier, sind ein Ausdruck einer profitorientierten Gesellschaft. Obst und Gemüse das in unserer Gegend nur zu bestimmten Zeiten geerntet werden kann wird beinahe zu allen Jahreszeiten angeboten, mit Kunstdünger und Chemikalien produziert und aus allen möglichen Ländern importiert. Durch die oben angeführte Vorgangsweise, wird Qualität immer öfter durch Quantität ersetzt.

Lebensmittel die so produziert werden haben auch keinen ausreichenden Geschmack mehr, es werden daher Geschmacksverstärker und alle möglichen anderen Zusätze beigemengt, damit das Fleisch und das Gemüse überhaupt noch einigermaßen gut schmecken.

Wie kommt man aus diesem Dilemma heraus?

Laut Heinz Grill bildet die Ernährung eine wesentliche Grundlage für ein gesundes Bewusstsein.

Heutzutage wird in den allermeisten Fällen keine Beziehung mehr zu den Nahrungsmitteln hergestellt. Der Mensch setzt sich heute vielfach mit der Ernährungsfrage nicht mehr auseinander. Es wird schnellfertig konsumiert was auf den Tisch kommt. Bereits bei der Produktion, bei der Verarbeitung, beim Einkaufen,  bei der Zubereitung, kochen und vor allem beim Essen selbst kann man eine große Achtung gegenüber der Schöpfung an den Tag legen.

Es sollte aber auch klar sein, dass man sich „nicht gesund essen“ kann, in dem man die „gesündesten“ Produkte kauft, verarbeitet und verzehrt, sondern die Beziehung und die bewusste Auseinandersetzung mit den Lebensmitteln ist entscheidend. Es kommt auch noch die soziale Frage hinzu, den ansonsten ist das Ansinnen noch zu egoistisch. Eine biologisch – dynamisch geführte Landwirtschaft arbeitet nachhaltig, ohne die Böden auszuzehren. Der Landwirt soll auch einen fairen Preis für seine hochwertig hergestellten Produkte bekommen.

Von Aristoteles stammt der Ausspruch: „Eure Lebensmittel sollen Heilmittel sein und eure Heilmittel Lebensmittel“. Die Ernährung ist ein ganz wichtiger Eckpfeiler in der Naturheilkunde.

Eine gesunde Ernährung sollte überwiegend aus pflanzlichen, ballaststoffreichen, vollwertigen  Lebensmitteln erfolgen. Besonders wertvoll sind Vollkornprodukte, Obst und Gemüse. Bei  Milchprodukten ist ein hochwertiges Eiweiß, wie bei der Buttermilch oder dem Quark (Topfen) sehr wertvoll. Milchprodukte sollten eher morgens gegessen werden.

Ein Beispiel für ein sehr gesundes Mittagessen: Fladen aus Gerste und Dinkel je 50%,
Quark
(Topfen) mit Olivenöl und Frischkräutern angereichert und einen Feldsalat mit Karotten

 

Ein  Teil der Nahrung ( bis zu einem Sechstel) sollte auch als Rohkost verzehrt werden.  Zu viel Rohkost und vor allem zu spät am Tag ist nicht empfehlenswert, da diese einfach schwerer verdaulich ist. Für die Rohkost ist ein gesunder Darm erforderlich, damit diese ausreichend verdaut werden kann.

Das Getreide sollte in der Ernährung einen ganz besonderen Stellenwert einnehmen. In allen früheren Hochkulturen war das Getreide die Nahrungsgrundlage schlechthin. Vollkorngetreide enthält viel Kieselsäure. Diese fördert im Menschen die Aufrichtekraft der Wirbelsäule, ersichtlich ist dies an einem Getreidehalm der mit seinem geringen Durchmesser und seiner Länge geradezu ein Paradebeispiel für die Standfestigkeit darstellt. In den Randschichten des Korns befindet sich das Vitamin B 1 oder Thiamin, das vereinfacht ausgedrückt dafür sorgt, dass der Zuckerspiegel über längere Zeit nicht absinkt. Das Gehirn reagiert auf einen auch nur kurzfristigen Abfall des Blutzuckers äußerst sensibel.  Das Gehirn braucht den Zucker, aber idealerweise in Form eines hochwertigen Kohlehydrates wie zum Beispiel im Vollkorngetreide.

Raffinierter Zucker, Weißmehlprodukte, Süßspeisen usw. haben nicht die hochwertigen Kohlenhydrate wie das Vollkorngetreide, es kommt zwar zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels, aber nur für eine relativ kurze Zeit, danach stellt sich relativ schnell erneut ein Verlangen ein. Der dauernde Genuss dieser Lebensmittel führt zu einer Übersäuerung.  

Für Menschen die im Leben eine Weiterentwicklung anstreben ist die Ernährung mit Vollkorngetreide besonders wertvoll, da die Kieselsäure die strukturgebenden, formenden Kräfte im Menschen anregt, dies wirkt sich auf das Bewusstsein und das Denken sehr förderlich aus.

Die Übersäuerung kommt nicht ausschließlich von der Ernährung, sondern hat ganz wesentlich mit einer Überforderung des Menschen zu tun. Hier scheint eher ein Entwicklungsschritt anzustehen, den mit basischer Ernährung (Obst, Gemüse) allein wird man dabei keine ausreichende Abhilfe schaffen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die bewusste Auseinandersetzung mit der Ernährung enorm wichtig ist. Dies führt auch dazu, das die Nahrung nicht mehr so unbewusst hinunter geschlungen wird. Es wird die Nahrung die auf den Tisch kommt, wieder ganz anders geachtet und geschätzt. Sich ausreichend Zeit nehmen für ein gutes Essen, in Beziehung treten, nicht nur mit mit den Menschen mit denen man am Tisch sitzt, sondern auch mit der Nahrung. Eine gute Esskultur zu entwickeln ist ganz etwas feines und förderliches. Die intensive Auseinandersetzung mit der Ernährung führt auch dazu, dass man durch ein entsprechendes Bewusstsein, nicht mehr so leichtfertig, Schwierigkeiten im Leben, durch dauernde und zu üppige Nahrungsaufnahme kompensiert.

Die bewusste Auseinandersetzung mit der Ernährung, ist ein Schlüssel, zur Vorbeugung der zu Beginn beschriebenen Krankheiten bzw. zur Wiedererlangung der Gesundheit.

„Die Nahrung trägt die Ätherkraft (Lebenskraft) der Natur im Sinne von Licht und Wärme wie auch von harmonischen Substanzen und einer natürlichen Reinheit weiter. Diese Ätherkräfte sind feiner als die äußere Kraft der wägbaren Substanz. Je nachdem, wie die menschlichen Hände, die Sinne und die Gedankenideen nun an diese bereits von der Natur vorbereiteten Ätherkraft des Nahrungsmittels arbeiten, können entscheidende Veredelungen und großartige heilsame Bereicherungen entstehen. Je weisheitsvoller jemand mit den Nahrungsmitteln umgeht und diese in den Dienst der Menschheit bringt, desto mehr schafft er für andere Menschen Ätherkräfte zusätzlich zu jenen der Natur“.

Der letzte Absatz ist auf der Rückseite des Buches „Ernährung und die gebende Kraft des Menschen“ von Heinz Grill angeführt.

   




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© Rupert Wieder.....