Aufzeigen von neuen Perspektiven in schwierigen Lebenssituationen (Trennung, Tod naher angehöriger, Mobbing, Burnout, usw.)
 

Bei Trennungen, oder dem Tod naher Angehöriger, überwiegt oft das nicht fertig werden mit dem Alleinsein. Plötzlich muss man ohne den Partner, die Kinder usw. zurechtkommen. Ein tiefer Schmerz, mit oft depressiven Grundstimmungen, prägen das Bild bei den Betroffenen.

Mobbing oder Mobben steht im engeren Sinn für "psychischen Terror“ am Arbeitsplatz. Das beabsichtigte Ziel besteht darin, den Betroffenen durch bestimmte Handlungen aus dem Betrieb (Arbeitsplatz) hinauszuekeln. Sinnlose Arbeitsaufgaben, soziale Isolation, gezielte Vorenthaltung von Informationen, Gewaltandrohung, die gezielte Verbreitung von falschen Tatsachen bzw. permanente Kritik an der Arbeit können als „typisches Mobbing“ bezeichnet werden. Die betroffene Person fühlt sich durch solche Maßnahmen verletzt, schikaniert und vor allem wird der Selbstwert einer Person massiv beeinflusst.

Ein Burnout-Syndrom bzw. Ausgebranntsein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Durch anhaltenden Stress am Arbeitsplatz, vielleicht auch dazukommende private Probleme die einen  zusätzlich belasten, wird die eigene Lebensbewältigung immer mehr zur Hürde.

Beziehungen
Beziehungen ganz allgemein, im engeren Sinne die Beziehung zum Partner, Eltern, Kindern, Freunden, Verwandten aber auch im weiteren Sinne, wie die Verhältnisse am Arbeitsplatz (KollegInnen, Chef), zu Bekannten, Nachbarn, Vereinen usw. sollten möglichst frei und geordnet sein.

Als Person hat man mit seinem Auftreten eine Wirkung nach außen (siehe die oben angeführte Skizze). Es wirkt aber auch von „außen“ das Umfeld zurück auf einen.
Die Beziehung zum Umfeld und zurück sollte möglichst harmonisch, von gegenseitiger Wertschätzung geprägt, für den anderen förderlich gestaltet sein.
Wirkt das Umfeld zu ergreifend, autoritär, von einer Erwartungshaltung geprägt auf einen, so ist ein Ungleichgewicht in der Beziehung vorhanden.

Therapie
Die Frage: „Was braucht der Betroffene, was soll er entwickeln“? stellt sich hier mit aller Deutlichkeit.

Bei Trennungen, Tod naher Angehöriger, Mobbing, Burnout usw. ist das Selbstwertgefühl des betroffenen Menschen oft sehr beeinträchtigt. Der Therapeut sollte, da er in die Probleme nicht verwickelt ist, eine erste freiere (objektivere) Sicht und damit eine erste Ordnung der Beziehungen (des Beziehungsumfeldes) herbeiführen, damit überhaupt wieder ein Standpunkt eingenommen werden kann.

Ein Verbleiben in den alten Verhältnissen, sei es am Arbeitsplatz (hier kann bereits ein Abteilungswechsel sehr hilfreich sein) oder einem belastenden Beziehungsumfeld, trägt am wenigsten zur Entlastung der Situation bei.

Bei Trennungen, dem Tod naher Angehöriger usw. ist es auch unumgänglich, klare Tatsachen nach einer gewissen Zeit akzeptieren zu lernen und das Leben wieder in die Hand zu nehmen.

Am wichtigsten ist eine Neuorientierung, das aufzeigen von neuen Lebensperspektiven mit dem Patienten zu erarbeiten, wo liegen seine Stärken, seine Interessen, dessen ist sich der Betroffene oft nicht mehr oder zu wenig bewusst. Aufbauend auf seine Stärken, seine Interessen, ist die Erarbeitung von neuen Zielen im Leben dabei von großer Wichtigkeit. Werden neue Lebensziele, eine Neuorientierung im Leben angestrebt, so sollten diese neuen Ziele so gewählt sein, dass dies auch mit einer Erweiterung des Bewusstseins einhergeht.

Mit der konsequenten Verfolgung und schrittweisen Umsetzung der neuen Lebensperspektiven wird der Selbstwert wieder aufgebaut und damit erfolgt zugleich eine Stärkung der Persönlichkeit (ICH des Patienten). Der Aufbruch zu neuen Ufern bedingt das Zurücklassen bisheriger Strukturen, eine ganzheitliche Heilung tritt nicht ein wenn der Patient wieder in die „alten Verhältnisse“ zurückkehrt, sondern diese alten Verhältnisse sollten durch ein neues Bewusstsein, durch neue Lebensziele und Lebensperspektiven abgelöst werden.

   




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© Rupert Wieder.....